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EFT Eurospeedway Lausitzring
1. Lauf Eurospeedway Lausitz 27.04.2008
2. Lauf Oschersleben 18.05.2008
Nebel des Grauens
3. Lauf: 30.05.-01.06.2008 - IDM Nürburgring Am Samstagvormittag beherrschte der "Nebel des Grauens", nämlich der dicke Eifelnebel die IDM-Veranstaltung, welcher das Fahren unmöglich machte und sich erst gegen Mittag langsam verzog. Allen Teilnehmern der IDM blieb nur ein Zeittraining.
Rino Caluzi (CH-Tamins) erlebte kurz vor Schluss einen spektakulären Highsider, den er nur mit viel Glück abfangen konnte. Am Ende blieb für den Schweizer Rang fünf vor dem Jüngsten im Cup-Feld, dem 14-jährigen Marc Moser (Dieburg). Michael Beyer (A-Wien) belegte Rang sieben. Florian Bauer (Markgröningen,) strahlte mit Rang acht, sein bestes Ergebnis im zweiten Cup-Jahr. Mit dem 16-jährigen David Datzer (Seyboldsdorf) auf Rang neun lieferte ein weiterer Youngster eine respektable Talentprobe ab. Als Zehnter präsentierte Jeff Kirsch Kirsch (LUX-Hobscheid) mit Luxemburg die fünfte Nation in der Top Ten. Auch für ihn war es das bislang beste Saisonresultat. Steffen Widmann (Unter-Flockenbach) hatte mit seinem Setup aufs falsche Pferd gesetzt, verriet der Elftplatzierte. Stefano Sciré (Dormagen) kam knapp dahinter ins Ziel. Sven Bennin (Lasbek-Gut, Scholly-Lexware) belegte in seiner neunten Cup-Saison Platz dreizehn: "Es macht einfach immer noch riesig Spaß. Aber das Feld ist wieder saustark. Wahnsinn!"
Erik Piette (B-Sankt Vith) schrieb belgische Cup-Geschichte. Er setzte sich am Ende knapp gegen Stefan Ströhlein (Wittelshofen) durch und holte mit dem 14. Rang die ersten Cup-Punkte nach Belgien. Ebenfalls Geschichte schrieb Minoru Morimoto. Nicht nur als erster Japaner auf einer Cup-Yamaha, sondern auch als erster Präsident. Der rennerfahrene Chef von Yamaha Motor Deutschland wollte ursprünglich nur im freien Training ein paar Runden drehen, hatte dann aber so viel Spaß, dass er beschloss, auch das Zeittraining zu bestreiten. Dort qualifizierte sich der 47-jährige mit einer respektablen 46er-Zeit auf der ihm unbekannten Strecke. Auf das Rennen verzichtete Morimoto. 4. Lauf Sachenring 22.06.2008
6. Lauf Schleizer Dreieck 03.08.2008
7. Lauf Speedweek Oschersleben 10.08.2008
8. Lauf Hockenheim 07.09.2008
Der Yamaha R6-DUNLOP-CUP präsentierte den 26.000 Zuschauer beim IDM-Finale auf dem Hockenheimring ein Podest ohne deutsche Beteiligung, aber der Gesamtsieg blieb im Lande. Denn der neue Meister heißt Filip Altendorfer (Yamaha Racing Meier).
Doch bis dahin hatte der 21-jährige Raublinger bange Minuten zu überstehen. Zwei Runden vor Schluss fehlte Altendorfer plötzlich auf dem Zeitnahmemonitor, sein Motorrad war mit Kupplungsschaden stehen geblieben. "Ich habe bereits in der Einführungsrunde gemerkt, dass etwas nicht stimmt", erklärte er. "Am Anfang konnte ich einigermaßen mithalten, doch ab Rennmitte fiel ich immer weiter zurück." Die letzte Information, die er von der Boxencrew erhalten hatte, war dass Stefan Kerschbaumer (Höf-Präbach, Motorradwelt München) auf Rang drei lag. "Mir war klar, dies würde gerade noch für den Titel reichen, aber ich wusste nicht, ob es bis ins Ziel bei dem Ergebnis geblieben war." So musste der Oberbayer zittern, bis er sein Motorrad den langen Weg bis ins Ziel geschoben hatte und dort von seinem jubelnden Team empfangen wurde. Kerschbaumer indessen hatte an diesem Tag keine reelle Chance auf den Gesamtsieg nötigen zweiten Platz: "Ich konnte heute das Tempo von Sören und Rino nicht mitgehen. Ich war am Anfang etwas zu vorsichtig und konnte die Lücke nicht schließen", räumte der 18-jährige Österreicher ein. Damit war er am Ende einer spannenden Saison zwar punktgleich mit Altendorfer, doch der hat mehr Siege auf seinem Konto und war damit Meister. "Knobi, der mich zum Yamaha-Cup gebracht hatte, sagte mir seinerzeit, mach's besser wie ich und hole als erster Österreicher den Titel. Stattdessen hab' ich's ihm nachgemacht", verriet Kerschbaumer schmunzelnd. Günther Knobloch hatte in der Cup-Saison 2000 ebenfalls punktgleich mit dem damaligen Meister Philipp Ludwig Rang zwei belegt.
Der souveräne Start-Ziel-Sieg von Sören Jakobsen (DK-Brande, Bruno's MC Team RR) geriet durch den dramatischen Rennverlauf fast zur Nebensache. "Ich konnte gleich zu Beginn einen kleinen Vorsprung herausfahren und das Rennen dann kontrollieren. Ich glaube, ich hätte sogar noch etwas zulegen können, wenn es nötig gewesen wäre", sagte der Däne, der 2009 genauso wie Altendofer, Kerschbaumer und der diesmal ebenfalls mit technischen Problemen ausgefallene Manuel Dattinger (A-Mauer, Zweirad Teuchert) in die Supersport-IDM wechseln möchte.
Rino Caluzi (CH-Tamins, LGT Group/Zweirad Teuchert) hingegen will im nächsten Jahr den Titel im Yamaha-Cup in Angriff nehmen. Der Schweizer ließ dem Sieg von Oschersleben in Hockenheim einen sicheren zweiten Platz folgen und stand damit zum dritten Mal in Folge auf dem Podest. "Ich hatte am Anfang kein so richtiges Vertrauen in die Strecke, weil das Supersport-Rennen am Samstagabend wegen einer großen Ölspur abgebrochen worden war", gab Caluzi zu. Für Steffen Widmann (Unter-Flockenbach, Motorrad Hester-WM Racing) war das Wochenende in Hockenheim ein wunderbarer Abschluss einer für ihn perfekten Saison, die er komplett sturzfrei überstanden hatte. "Als Trainingszweiter stand ich erstmals in der ersten Reihe, dafür erhielt ich endlich die lang ersehnte Uhr. Und mit Platz vier erzielte ich mein bestes Rennergebnis", freute sich der ehemalige Autorennfahrer. Als Dank überreichten seine Fans dem 32-jährigen im Ziel den 'Senioren-Pokal'. Gäbe es einen Junioren-Pokal, hätte ihn sicher Marc Moser (Dieburg, Kiefer-Racing) nach Haus genommen, der vor wenigen Tagen seinen fünfzehnten Geburtstag feierte und am Sachsenring mit seinem dritten Platz als jüngster Mann auf dem Podest Cup-Geschichte geschrieben hat. Diesmal kam er als guter Fünfter ins Ziel: "Mein Saisonziel war Top-15, jetzt bin ich Sechster der Gesamtwertung und rundum zufrieden", freute sich der talentierte junge Nachwuchsmann, der übrigens in Hockenheim zudem als Team-Kollege von Meister Arne Tode einen Gaststart in der Supersport-IDM absolvieren durfte.
Der nächste Cup-Rookie kam gleich hinter Moser ins Ziel. "Perfekt", strahlte David Datzer (Seyboldsdorf, Alphatechnik Meier) beim Empfang des Preisgelds: "Jetzt hab' ich mein Radl beisammen" und meinte damit den anstehenden Fahrrad-Kauf. Den Scheck für den beachtlichen siebten Gesamtplatz lieferte er dagegen brav beim Vater ab, als Investition in die nächste Cup-Saison.
Florian Bauer (Markgröningen, 2 WD Motorrad Noller Racing) erlebte eine teure Woche. "Am Montag war er unverschuldet bei einem freien Training gestürzt, im nassen ersten Zeittraining bescherte er seinem Vater Wolfgang, übrigens auch ein ehemaliger Cup-Fahrer, erneut Arbeit: "Diesmal war ich selbst Schuld, mir ist das Vorderrad eingeklappt. Im Rennen konnte ich dann gut in der Verfolgergruppe mitfahren. Es war nicht einfach, weil die Positionen ständig wechselten und Filip lange Zeit mitten drin war. Da wir uns sehr gut verstehen, wollte ich auf keinen Fall seine Titelchancen durch eine riskante Aktion gefährden."
In dieser Gruppe mischte auch Frank Häfner (Eckental, Zweirad Teuchert) mit: "Wir haben am Freitag mit der Abstimmung experimentiert. Der Schuss ging leider nach hinten los. Zum Glück haben wir's rechtzeitig gemerkt und im Rennen hat das Moped dann perfekt funktioniert. Ich hatte mir genau diesen achten Platz zum Ziel gesetzt. So kann es nächstes Jahr weitergehen", erklärte der Franke, der ebenfalls eine weitere Cup-Saison plant..
Ob 'Cup-Opa' Michael Götz (Hadamar, JFW Bikes Racing Team) dann noch einmal dabei sein wird, es wäre immerhin seine achte Cup-Saison, steht in den Sternen: "Dieses Jahr war vorsichtig ausgedrückt sehr bescheiden. Ich hatte mir das anders vorgestellt. Nach meinem heftigen Sturz am Nürburgring hatte ich einen Knacks im Kopf. So kann man nicht vorne mitfahren. Zudem sind 2008 wieder etliche schnelle junge in den Cup gekommen", bilanzierte der 36-jährige Gastronom. Dazu gehört inzwischen auch Timo Jentzsch (Hamburg, Scholly's/Brunner), der in Hockenheim als Zehnter sein bestes Saisonresultat feierte: "Super! Und wie es aussieht, geht es 2009 mit dem gleichen Team weiter".
Auch Helmut Liendl (Wolfsberg, Yamaha Franz Racing Team) war mit Rang elf und der Saison im Großen und Ganzen zufrieden: "Das Rennen war OK, allerdings hätte ich von den Rundenzeiten auch um Platz fünf oder sechs mitfahren können". Dort mischte einige Zeit Tim Böhringer mit, "dann musste ich leider zurückstecken, weil ich Probleme mit meiner rechten Hand bekam, die richtig angeschwollen war", sagte der 16-jährige Schwabe.
Stefano Sciré (Dormagen, Homberg-Racing Team) bezeichnete seinen dreizehnten Platz als ziemlich unspektakulär und auch Sven Bennin (Lasbek-Gut, Scholly-Lexware), der hinter ihm ankam, konnte nicht richtig jubeln, versprach aber: "Nächstes Jahr greifen wir noch mal an, dann ist Schluss." Es wird seine zehnte Cup-Saison und damit schreibt der langmähnige Hanseate Cup-Geschichte. Den letzten Punkt erkämpfte sich Michael Fernsler (Langenburg, Team Scheiterlein Racing) und war darüber richtig glücklich: "Endlich der erste Punkt. Und das bei meinem Heimrennen, zu dem viele Fans angereist waren."
von oben links nach rechts: Sven Bennin, Lüder Eckhoff (Scholly´s), seine Tochter Steffi, Timo Jentzsch, Alex Brunner von unten links nach rechts die Mechaniker: Iris Schubert (RZ-Reifen) und Niko Andersen |





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